Alexander Knappe +Support: Lee MacDougal

Es ist März 2014, Tag 542 nach meinem Debütalbum. Hinter mir liegen 112 gespielte Konzerte, manchmal vor 10.000, manchmal vor 10 Leuten – die meisten irgendwo dazwischen. Habe 47 Songideen für mein zweites Album geschrieben. Geblieben sind 13. Manche Textzeilen brauchten eine gefühlte Ewigkeit bis sie auf dem leeren Blatt Papier standen: hab sie immer wieder gesucht, gefunden, gefeiert, wieder verworfen.
Ungezählte Stunden mit der Band im Probenraum verbracht, jede Stunde ein Ringen mit dem Terminkalender. Unendlich viele Tage mit meinem Weggefährten und Produzenten Kai Oliver Krug in seinem Studio gesessen. Am Ende dann Studioaufnahmen in Berlin, Hamburg, auf einem Bauernhof in Frankreich und mit einem ganzen Orchester in meiner Heimatstadt, Cottbus.

542 Tage zwischen Euphorie und Wahnsinn, zwischen Himmel und Dreck.
Jetzt atme ich ein. Öffne meine Augen. Und ich bin ehrlich, manchmal wollte ich hinschmeißen, wollte mein altes Leben zurück. Es lebt sich nicht leicht zwischen Himmel und Dreck. Doch mein Herz hat gewonnen.

Ich hab mal gehört, dass die ersten drei Sätze eines Textes darüber entscheiden, ob jemand weiter liest oder nicht. Du bist noch dabei: Mein Name ist Alexander Fritz Knappe, Jahrgang 85, Wohnung in Berlin, mit einem Bein immer noch irgendwo in meiner Heimat Cottbus. Jetzt sitz ich hier und vor mir liegt mein neues zweites Album.

Mein erster Plan sah anders aus, ich wollte woanders hin: Mit 13 Jahren Sportschule. Zuerst Leichtathlet, dann Fußballer in der Jugend bei Energie Cottbus, bis mich Talentscouts nach Berlin zu Hertha BSC holen. Der Traum vom grünen Rasen, elf gegen elf, volles Stadion. Mit 18 platzt der Traum, Kreuzbandriss. Der Vertrag wird aufgelöst. Ich taumel von Tag zu Tag, von Nebenjob zu Nebenjob. Mal als Moderator einer Stripshow, mal „Erschrecker“ in der Geisterbahn. Oder Burger-Verkäufer bei McDonalds.

Ich trommel alle meine Sinne zusammen, will zurück zu mir. Schreibe mich für ein Sportstudium an der Uni Potsdam ein.
Doch eigentlich will ich auf die Bühne. Mache die ersten typischen Erfahrungen. Produzenten mit Boygroup – Ideen, vorm Mikro im Studio stehend und die Songs anderer Leute singend, Castingshow.
2010 Reset, ich fang nochmal von vorne an. Über Facebook lerne ich Kai Oliver Krug kennen. Ich schreibe meinen ersten Song. Aus einem werden dreizehn, mein erstes Album „Zweimal bis Unendlich“. Ich unterschreibe beim Label ferryhouse meinen ersten Plattenvertrag.

Ich puste durch und schließe meine Augen. Die letzten zwei Jahre ziehen an mir vorbei. Meine erste Single ,,Sing mich nach Hause“ schafft es in die Radiocharts und irgendwann in diesen Tagen der magische Moment, an dem ich mich das erste Mal selbst im Radio höre.
Der erste TV Auftritt für einen Hamburger Regionalsender. In den Wochen um die Veröffentlichung klappern wir jeden Radiosender und jeden regionalen TV Sender ab, der uns spielen will. Am 10.8.2012 ist es soweit, mein Debütalbum ,,Zweimal bis Unendlich“ steht im Laden. Ich komme gerade aus der Uni, laufe direkt in den nächsten Media Markt, seit Stunden check ich auf dem Handy die iTunes Charts (12, 10, 15… rauf und runter). Und ich kann es nicht fassen, auf Platz 21 steige ich mit meiner ersten Platte in die Charts ein. Tränen in den Augen. Es folgen Festivals, die erste eigene Deutschlandtour. Mit dem Tourbus durchs Land, von Norden nach Süden, immer wieder, wieder und wieder.

2013 geht ein Lebenstraum in Erfüllung. Aus einer Schnapsidee entsteht ein Konzert mit dem Philharmonischen Orchester des Cottbusser Staatstheaters. Ich stehe mit 74 Musikern auf einer Bühne, ausverkauftes Haus. Man sagt, die meisten Künstler machen so eine Orchestergeschichte am Ende ihrer Karriere. Bei mir ist es in den Anfang gerutscht. Hätte nie geglaubt, dass es so kommt. Niemand hat geglaubt, dass es so kommt. Volle Kraft voraus oder gar nicht.

Tag 542 nach dem ersten Schritt.
Ich hab die Uni geschmissen. Lieber eine Sache richtig als viele halb.
Das hier ist kein Pressetext. Das bin ich.
Und mein zweites Album, ist es auch. Es handelt von mir und denen, die für diesen einen Traum kämpfen. Leben, gewinnen, verlieren. Und weitermachen, lauter leben.

Die erste Single meines neuen Albums heißt „LAUTER LEBEN“. Der tägliche Ringkampf mit sich selbst, mit den eigenen Träumen und der Wirklichkeit.
Manchmal alles zu haben und wenig zu sein. Und manchmal bei sich zu sein, wirklich und laut. Zu leben.

SUPPORT LEE MACDOUGAL:
Geboren und aufgewachsen in Grimsby, einer kleinen Stadt an der Nordküste Englands, die berühmt ist für ihre Fischindustrie, weiß Lee MacDougall schon als Kind, dass er Musiker werden will. Er studiert 3 Jahre Komposition und Produktion an einer Universität in Nordengland. Während dieser Zeit spielt er in örtlich bekannten Bands und spielt regelmäßig live. Nach dem Abschluss arbeitet er aber zunächst in einer örtlichen fischverarbeitenden Fabrik, um sich seinen Lebensunterhalt zu verdienen. Nachdem ihm aber dort von einem Kollegen die Schuhe geklaut werden und er barfuss nach Hause laufen muss, schmeißt er den Job hin. Seine Eltern geben ihm einen Monat Zeit, eine Arbeit zu finden und die Miete zu zahlen. Die nächsten 3 Wochen schließt sich Lee in sein Zimmer ein, schreibt Songs und nimmt Demos auf, die er anschließend an diverse Labels nach London schickt. Die kommen sehr gut an und er geht nach London, um näher am musikalischen Geschehen der Zeit zu sein. Das folgende Jahr spielt er überall wo es nur irgendwie möglich ist und begleitet sich selbst auf der Gitarre. Um Kosten zu sparen, übernachtet er in Tonstudios oder auf dem Flur bei Freunden. Er gründet eine Band, die auch recht erfolgreich ist und unter anderem als Headliner beim Quingdao – Festival in China vor 60.000 Menschen auftritt und von über 50 Millionen im Fernsehen gesehen wird. Am Flughafen wird die Band wie die Beatles empfangen. Zurück in London, löst er die Band allerdings wieder auf, weil ihm die Richtung, in die sich die Band entwickelt, nicht gefällt. Er beginnt persönlichere Texte zu schreiben, um einen direkteren Draht zu seinem Publikum aufbauen zu können. Beeinflusst vom typisch englischen Songwriting der Beatles, Kinks oder Rod Stewart, aber auch von Nirvana und Tom Petty erlangt Lee schnell die Aufmerksamkeit der Londoner Akustikszene und von Leuten aus der Musikindustrie, die ihm gute kleine Konzerte verschaffen, bei denen er seinen Stil verfeinern kann. Es folgen Auftritte als Support von Train, Starsailor, Paolo Nutini, The Feeling, Bob Dylan und Van Morrison. Im Juli 2010 veröffentlicht er eine selbstproduzierte EP, die er in seinem Wohnzimmer aufgenommen hat. Innerhalb der ersten beiden Wochen verkauft er davon über 2000 CD´s ohne jegliche Promotion, nur über die Fanbase, die er online aufgebaut hat.
Lee MacDougall beginnt 2011 ausgiebig in den USA, Canada, Österreich, Italien und Deutschland zu touren. Zurück in London eröffnet er die Show von Sex Pistol – Glen Matlock im legendären 100 Club. Zum Ende des Jahres 2011 supportet Lee die komplette England – Tour von Rumer und hat so die Möglichkeit, seine Songs jeden Abend vor knapp 3000 Zuhörern zu präsentieren z.B. in Hallen wie Manchester Apollo und Glasgow Royal Concert Hall. 2012 tourt er mit Tom Lüneburger fünf Wochen durch Deutschland um anschließend auf eine dreimonatige Tour durch die USA zu gehen. Es ist seine dritte Tour dort innerhalb eines Jahres. Ohne einen offiziellen Tonträger veröffentlicht zu haben, hat sich Lee durch ständige Livepräsenz eine ordentliche Fangemeinde in den USA und Europa erspielt, sodass es nun an der Zeit ist, das Debutalbum aufzunehmen und zu veröffentlichen.

Nur unterbrochen durch weitere Tourneen mit Tom Lüneburger durch Deutschland und die Schweiz, hat er im Sommer 2013 mit Jim Lowe ( Produzent mehrerer Nummer Eins Alben und Singles der Stereophonics, The Charlatans und Taylor Swift ) das Album aufgenommen, dass im Januar 2015 erscheinen wird. Und den Bass hat bei einem Song hat Sex Pistol – Glen Matlock beigesteuert. Im Oktober / November 2013 war Lee MacDougall nochmals als Support von Tom Lüneburger in Deutschland zu sehen.

„Stay“ ist die neue Single, die am 31.10.2014 veröffentlicht wird. Im März / April 2014 war Lee erfolgreich als Co-Headliner zusammen mit den Paper Aeroplanes aus Wales auf der „Tales from Britain-Tour“ in Deutschland unterwegs. Die erste Single „Falling in love for last time“ lief bereits gut in den deutschen Collegeradios und auch im ZDF Morgenmagazin konnte Lee zeigen, was für ein großartiger Songschreiber, Sänger und Entertainer er ist. Ende November 2014 wird er für weitere 7 Konzerte als Support von Alexander Knappe nach Deutschland kommen.

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