„Wir wollen Welterbe“ 2013 | Ingo Insterburg – Kleinkunst Kabarett

Der Spezialist für Zwei- Zeiler und Zwei- Mal- Zwei- Zeiler, Lach- und Liebeslyrik, der Erfinder der Ekel- Lyrik und 3-Sterne Musiker geht auf die letzte große Tournee (Insterburg wurde bekannt durch seine legendären Gruppe INSTERBURG & CO, mit Karl Dall, Jürgen Barz und Peter Ehlebracht ).

Sein aktuelles Programm „Ich liebte ein Mädchen…“ (musikalisch – komödiantisches Kabarett) –  ist das bis dato Anspruchsvollste und körperlich schwierigste seiner Karriere.

Fit wie eh und je, scherzt der gute Ingo „… erst wenn mir einfällt nie mehr ein Reim – such ich mir ein schönes Altersheim…“

Ingo präsentiert in seiner typischen Art musikalische Kalauer, brilliert aber auch als virtuoser Musiker auf fast 20 (teilweise selbstgebauten) Instrumenten. Aus seiner Sammlung Raucher- und Trinker- Lyrik hat der eingefleischte Vegetarier immer die passende (über-) lebensnotwendige Weisheit für seine Gäste parat.

Ingo Insterburg ist feinsinnig und kunstsinnig, er ist sensibel und romantisch, dazu hochmusikalisch, einfallsreich und vor allem urkomisch. Fähigkeiten genug, um einen Kleinkunst- und Musikabend zu gestalten. „Ich bin jetzt alt genug, um alleine aufzutreten“, stolzierte Ingo Insterburg in seinen Jubel umtosten Auftritt. Kleine Lied-Miniaturen bringt er dar, begleitet sich und seine glasklar-lyrischen Texte mit allerlei Instrumenten, einen großen Teil von diesen hat er selbst gebastelt. Kleine Wahrheiten und viele Bosheiten hat er in wohlgefeilte Verse verwandelt. Natürlich- seine Zugaben kündigt er gleich zu Anfang komplett an- kommt er nicht ohne „Ich liebte ein Mädchen in…“ von der Bühne, die er, der Kleinkunst – Mann mit jahrzehntelanger Groteske – Erfahrung, doch so liebt. Das Haus war gut gefüllt, viele Gäste kannten den gebürtigen Ost-Preußen noch von früher und ließen sich vom neueren und neuesten Material gerne beglücken. Spektakulär dazu ist die virtuose Musikalität des Ingo Insterburg. Er spielt unter andrem Gitarre und Geige gleichzeitig und, wenn noch ein Fuß frei ist, perkussiert er sich zeitweilig in Extase. Mit allgemeingültigen Comedy – Maßstäben ist Insterburg nicht beizukommen. Zu ausgefallen ist seine Methode, auf einem zu hohen Level schwebt sein Material. Seine Kunst balanciert eben irgendwie zwischen Kunst und Müll, nur, dass selbst sein Müll zu wertvoll zum schnellen Runterschlingen ist. Ein Juwel, kostbar und Edel, dieser Künstler.